Echternach (LU)

Weltbekannt wurde Echternach an der deutsch-luxemburgischen Grenze duch die "Echternacher Springprozession".

Ortsansicht von Echternach. Foto: Entente SIT Müllerthal
Der Ort liegt an der Sauer, ist jedoch nur ca. 30 km von der Mosel entfernt.
Echternach ist ein bedeutendes Fremdenverkehrs-zentrum des Großherzogtums in der “Kleinen Luxemburger Schweiz“ mit einem Grenzübergang nach Echternacherbrück. Das Städtchen liegt in einer abwechslungsreichen Umgebung mit Wäldern, schroffen Felspartien und Wasserfällen. Die alten Patrizierhäuser, winkligen Gassen und Reste der Stadtmauer vermitteln den Eindruck einer mittelalterlichen Stadt.
  
An einem 40 ha großem See vor ihren Toren befindet sich ein großzügig angelegtes Freizeitzentrum: Angel-, Segel- und Surfgelegenheit.

Der „Dënzelt“, das ehemalige Gerichtsgebäude am Marktplatz von Echternach. Foto: Entente SIT Müllerthal
698 ließ sich der irische Mönch und Missionar Willibrod in Echternach nieder und gründete eine Benediktinerabtei. 739 gestorben, wurde er in der Klosterkirche beigesetzt. Als Folge der raschen Entwicklung zur Wallfahrtsstätte wurden Abtei und Kirche schon in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts erweitert. Ebenfalls als Folge des Wallfahrtsbetriebs entwickelte sich rasch um die Klostermauern eine Siedlung mit Unterkünften für die Pilger und ein Markt. Unter den Karolingerherrschern Pippin und Karl d. Großen erblühte Echternach zu einem kulturellen Zentrum der Karolingerzeit. Bedeutende mittelalterliche Buchmalereien sind in Echternach entstanden, wie der „Codex Aureus Epternacensis" (German. Nationalmuseum Nürnberg) und der „Codex Aureus Escorialensis"(Kloster Escorial). Kloster und KircheEchternacher Mönche vor den französischen Revolutionstruppen. Sie fanden Zuflucht in Maria Laach und Erfurt.
Das Klostergebäude wurde geplündert und 1797 versteigert. Erst im 19. Jahrhundert ging man an den Wiederaufbau der Basilika und des ehemaligen Abteigebäudes. Im Zuge der Ardennenoffensive sprengten Deutsche nach ihrem Abzug die Willibrodus-Basilika.

Die Kirche von Echternach. Foto: Entente SIT Müllerthal
Sehenswertes:
Stadtbesichtigung mit dem touristischen Zug; Marktplatz mit geschlossener Umbauung alter Adels- und Bürgerhäuser; Rathaus mit spätgotischer Bogenhalle, im Mittelalter Gerichtsgebäude (Dingstuhl); Willibrodus Basilika (seit 1989 Monument National) mit Krypta und Willibroduskapelle; ehemalige Abtei mit Abteimuseum zur Echternacher Buchmalerei, Klostergarten und Orangerie; Lustgarten (Stadtpark) mit Rokoko-Pavillon; Pfarrkirche St. Peter; Museum für Vorgeschichte im Hihof, einem ehemaligen Nebengebäude des Echternacher Bürgerhospitals sowie die Römervilla südöstlich von Echternach.

Kontakt:
Syndicat d‘Initiative  
Basilikafortplatz
L-6401 Echternach
Tel.: 003 52 / 72 02 30
Fax: 003 52 / 72 75 24 

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