Lösnich

Romantischer Weinort im Herzen der Mittelmosel im sogenannten Zeigefinger des Moselhandschuhs.

Umgeben von Weinbergen: Der Winzerort Lösnich.
Erstmals wird Lösnich im Jahre 1066 erwähnt, als sich die Einwohner des ermordeten Trierer Bischofs annahmen und seinen Leichnam in ihrer Kirche, der heutigen Friedhofskapelle, bestatteten.
  
Der in der Nähe gefundene Schlegelgott Sucellus ist ca. 700 Jahre älter als der schriftliche Beweis der Existenz. Lösnich war im Mittelalter ein "Kleinstaat" mit Burg und eigener Gerichtshoheit. Neben der Burg, die im 30-jährigen Krieg zerstört wurde, liegt das stattliche Wohnhaus des herrschaftlichen Amtmannes, welches bist vor kurzer Zeit als Pfarrhaus genutzt wurde.

Das Dorf wird seit Jahrhunderten vom Weinbau geprägt. Von ca. 20 Betrieben werden im Haupt- und Nebenerwerb etwa 55 ha Rebstöcke gepflegt. Unsere hervorragenden Weinlagen tragen die Namen "Lösnicher Försterlay" und "Lösnicher Burgberg". In einer alten Reisebeschreibung heißt es u.a.: "Der Lösnicher hat einen recht guten Ruf und wer seine Weinkenntnisse hier bereichert hat, kann freudig frohen Mutes weiterziehen". Überhaupt besaßen, wie aus Beständen des Staatsarchivs Koblenz und aus der Stiftungsurkunde der Lösnicher Frühmesse zu ersehen ist, viele Adelige, Stifte und Klöster Güter in Lösnich. Sie mussten Wert darauf legen, auch in weniger guten Jahren eine hinreichende Menge trinkbaren würdigen Meßweins zu haben. So legen allein die Namen dieser Stifte und Klöster Zeugnis davon ab, dass der Lösnicher Wein sich schon damals eines guten Rufes erfreute.
Am Moselufer steht ein ruhiger und landschaftlich reizvoller Wohnmobilstellplatz mit den entsprechenden Ver/Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung. Von hier aus läßt sich bequem die Region erkunden, ob zu Fuß oder mit dem Rad auf dem direkt vorbeiführenden Moselradweg. Geführte Wanderungen, Freiluftschach, Angeln, Schiffsausflüge, Fahrradverleih und Kellerproben ergänzen das Angebot.

Die Kirche im Ort.
An Sehenswürdigkeiten bietet der Ort eine spätgotische Friedhofskapelle, die neugotische Pfarrkirche aus dem Jahre 1869, das Kesselstatt'sche Amtsgebäude und jetzige Pfarrhaus sowie eine stattliche Anzahl alter Fachwerkbauten
und stilvoller Winzerhäuser aus den Gründerjahren und des Jugendstils.
Jedes Jahr öffnen die Winzer Keller und Küche zum Weinfrühling (Pfingstwochenende) und zum Lösnicher Herbst (3. bzw. 4. Wochenende im September).

Kontakt:
Tourist-Information  
Ortsgemeinde Lösnich
Untergasse 2, Ecke Gestade
54492 Lösnich
Tel.: 0 65 32 / 95 38 67
Fax: 0 65 32 / 95 38 68 

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