Mertesdorf / Ruwertal

Mertesdorf liegt geschützt im Nebental der Ruwer, umgeben von Weinbergen, die seit römischer Zeit bebaut werden. Seit 893 gehörte das Dorf der Abtei Maximin auf der anderen Seite des Flusses.

Foto: OG Mertesdorf
Die Aussichtspergola - so präsentiert sich in Mertesdorf, hoch oben im Weinberg eine regionale Attraktion. Von hier bietet sich ein prächtiger Rundblick nicht nur auf die berühmten Mertesdorfer Weinbergslagen, sondern auch das Ruwertal aufwärts zu den Hochwaldhöhen und abwärts ins Moseltal und zu den dahinter liegenden Höhen des Meulenwaldes.

Mertesdorf im Ruwertal. Foto: OG Mertesdorf
Mertesdorf hat etwa 1.780 Einwohner und liegt 10 km von Trier (Stadtmitte) entfernt im Ruwertal.
Der alte Ortskern hat sich in einem Nebental der Ruwer entwickelt, das sich östlich 2 km aufwärts erstreckt und in einer breiten Quellmulde endet. Diese Lage gibt dem Ort einen bemerkenswerten landschaftlichen Reiz. Im Tal fließt die Ruwer durch einen Wiesengrund in dem sich Mühlen aneinander reihen. Beiderseits der Nebentalmündung klettern Weinberge zum Teil steil bergan und umschließen das Dorf nördlich, während der Südhang von Wald begrenzt wird.
Im Westen erhebt sich als Wahrzeichen des unteren Ruwertals der bewaldete Grüneberg. So ist Mertesdorf umschlossen von unterschiedlichen Formen einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft, die den Bewohnern eine gewisse Form von Geborgenheit vermittelt.

Die Geschichte des Dorfes reicht bis in die Römerzeit zurück. Die Römerstraße von Trier nach Mainz erklomm durch dieses Nebental die Hunsrückhöhe. Römische Baureste auf Mertesdorfer Bann und die nachgewiesene römische Gesteinsmühle im Tal sowie Zeugnisse des Römerweinbaus am Grüneberg zeugen für eine fast 2000-jährige Geschichte. 893 wird Mertesdorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Im Mittelalter gehörte Mertesdorf über 1000 Jahre zur Abtei St. Maximin in Trier, einem der reichsten Klöster, das erst 1801 aufgelöst wurde. In dieser Zeit war Mertesdorf ein kleines Haufendorf mit nur wenigen Straßenzeilen. Noch heute kann man im alten Dorf die frühere Hausform, das "Trierer Haus" ablesen. Dies war ein "Einhaus", in dem alle Teile des Bauernhauses wie Wohnbereich, Scheune und Stall unter einem einzigen Dach untergebracht waren.
In den letzten Jahren hat sich wie überall ein Wandel in Berufstruktur und Siedlungsform vollzogen. Aus dem Kleinbauerndorf, in dem man von Weinbau, Ackerbau und Viehhaltung lebte, ist ein Wohnvorort von Trier geworden. Die landschaftlich schöne Lage führte zu einer starken Nachfrage nach Bauplätzen. Ein großes Neubaugebiet ist entstanden und die Einwohnerzahl hat sich in den letzten Jahrzehnten verdoppelt.
Mertesdorf ist anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde und gehört zur Verbandsgemeinde Ruwer. 
Die Wohnqualität
In Mertesdorf, das in einer naturnahen Landschaft, eingebettet zwischen sanften Rebhängen liegt, wird die Wohnqualität sehr geschätzt. Abseits von Industrie und Verkehrslärm und ohne Durchgangsstraße genießt man Ruhe und saubere Luft. Seit Jahren ist deshalb Mertesdorf "Anerkannter Erholungsort".
Die reizvolle Landschaft ist durch attraktive Rundwanderwege erschlossen, die wahlweise durch Weinberge oder durch Wald führen. Mertesdorf besitzt ein großes Sportzentrum (Ruwertalhalle), dem ein Fitnesszentrum angeschlossen ist und ein beheiztes Freibad.
Daneben weist Mertesdorf alle kommunalen Einrichtungen, wie Kirchen, Schulen, Kindergarten auf, die das Wohnen auf dem Lande angenehm machen. Ein reiches Vereinsleben fördert die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Dorfgemeinschaft.
Von großer Bedeutung ist die günstige Verkehrsanbindung. Die Buslinie 30 mit 5 Haltestellen in Mertesdorf bringt Fahrgäste in 15 Minuten im 30-Minuten-Takt nach Trier. Eine kurze Zubringerstraße schafft den Anschluß zur B 52, die in wenigen Kilometern zur Autobahn führt.

Wein und Kunst zusammenzubringen ist Ziel des "Bernkasteler Rings", der deshalb einen "Nikolaus - Cusanus - Weinkultur - Förderpreis" ausgeschrieben hat. Erstmalig wurde dieser Preis 1997 vergeben und 1998 als Außenskulptur im Weinberg des Weingutes Erben von Beulwitz / Hotel Weis in Mertesdorf realisiert. Diese "Skulptur" wurde von dem in Köln lebenden Künstler Matti Braun entworfen und besteht aus einer Holzpergola mit einer Sitzgruppe aus Polyester in grünlich-gelben Farben und lädt zu Rast und zur Weinprobe ein.

Kontakt:
Ortsgemeinde Mertesdorf  
Eichgraben 4
54318 Mertesdorf 
Tel.: 0 651 / 46 36 121

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