Schloss von der Leyen, Kobern-Gondorf

Das Schloss von der Leyen ist die einzige Wasserburg an der Mosel. Der Stammsitz der Fürsten von der Leyen wurde um 1560 zum Schloss gestaltet, 1907 restauriert und beherbergt heute eine Ausstellung des Landeshauptarchivs.

Das Wasserschloss beherbergt heute eine Ausstellung des Landeshauptarchivs. Foto: Zender
Seit 1876 teilt die Eisenbahn, seit 1971 die Straße das Anwesen. Das Wasserschloss war einst Stammburg der Herren von der Leyen, die im 18. Jh. den Fürstentitel erhielten. Aus diesem Geschlecht gingen mehrere Trierer und Mainzer Erzbischöfe hervor. Erbaut wurde die Burg wahrscheinlich im 12. Jh. Erwähnt wurde sie erstmals im Jahre 1272.
Um sie vor dem Verfall zu bewahren wurde sie Anfang des 19. Jh. teilweise neugotisch ausgebaut.
Im 19. und 20. Jh. wurde die ehemalige Wasserburg durch Trassen der Eisenbahn und durch den Ausbau der Bundesstraße B 416 in zwei Teile getrennt. Die Teilung ist vom anderen Moselufer nicht zu erkennen. Von daher hat man von dort den besseren Anblick auf die weitläufige Anlage.
Zur Vorburg, die mit drei Rundtürmen bewehrt ist, gehört ein dreigeschossiger Bau, überwiegend aus dem 15. Jh. An ihn schließt sich die Toranlage aus dem Jahre 1527 an. Ein Rundturm dient heute als Glockenturm der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Evangelist. Zur Hauptburg gehören unter anderem der Palas und der sogenannte Neue Bau des Kurfürsten Johann VI. aus dem 16. Jh.

Kontakt:
Büro Touristik und Kultur Kobern-Gondorf  
Lennigstraße 12-14
56330 Kobern-Gondorf
Tel.: 0 26 07 / 10 55
Fax: 0 26 07 / 96 19 46

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