Jungwinzerin Lena Endesfelder in Mehring beim Packen von Probierpaketen. Foto: ©Peter Follmann
Jungwinzerin Lena Endesfelder. Foto: ©Peter Follmann
Mosel-Weinprinzessin Bärbel Ellwanger packt Probierpakete und freut sich auf die Online-Mosel-Weinprobe, die sie mit Mosel-Weinkönigin Marie Jostock moderieren wird. Foto: ©Ansgar Schmitz
Mosel-Weinprinzessin Bärbel Ellwanger. Foto: ©Ansgar Schmitz

Corona-Krise: Moselwinzer berichten von großer Nachfrage nach onlineVerkostungen – Weinprobe für zu Hause mit Mosel-Weinkönigin

Zu Hause bleiben und trotzdem gemeinsam mit dem Winzer und anderen Weinfreunden per Livestream oder Videobotschaft eine Weinprobe machen: Dieses Angebot vieler Weingüter im Weinanbaugebiet Mosel trifft auf eine große Nachfrage. Tausende von Probierpaketen sind dieser Tage zu Kunden in ganz Deutschland unterwegs. Auch MoselWeinkönigin Marie Jostock lädt zu Ostern zur Mosel-Weinprobe per Online-Video ein.

Aufgrund der Veranstaltungsverbote, Reise- und Kontakteinschränkungen infolge der Corona-Epidemie gehen die Winzer von der Mosel neue Wege, um ihre Weine zu präsentieren und ihre Kunden zu erreichen. Die Kombination von Probierpaketen mit einer Weinprobe per Livestream oder Videolink erweist sich dabei als sehr erfolgreich. Das ergab eine Umfrage des Moselwein e.V. unter den direktvermarktenden Weinbaubetrieben im Weinanbaugebiet Mosel, wie Geschäftsführer Ansgar Schmitz mitteilte. Mehr als 30 Betriebe haben dem Moselwein e.V. ihre Angebote gemeldet.

„Durch die Corona-Pandemie müssen wir in Zeiten von Hotel- und Restaurantschließungen neue Wege gehen. Wenn die Gäste nicht zu uns aufs Weingut zur Weinprobe kommen können, muss die Weinprobe eben zu unseren Gästen ins Wohnzimmer kommen,“ sagt der junge Winzer Manuel Brixius aus dem kleinen Weinort Maring in der Nähe von Bernkastel-Kues. Und das Konzept geht auf: Mehr als 90 Bestellungen für Probierpakete haben er und seine Frau Kristina für ihre erste online-Weinprobe erhalten. Am ersten Samstag im April werden sich rund 200 Personen zur Verkostung via youtube und Facebook zuschalten, schätzt Kristina Brixius. Neben fünf Weinen hat das Winzerpaar auch noch ein paar Köstlichkeiten hinzugefügt. Wildschweinschinken von einer örtlichen Metzgerei, Schokotrüffel und Amarettini einer Konditorei aus Trier und das Spundekäs‘-Rezept des Hauses, das es traditionell an den Tagen der offenen Weinkeller an Pfingsten gibt. „Wir hoffen sehr, dass wir an Pfingsten wieder Gäste auf unserem Hof empfangen dürfen. Aber das Eindämmen der Pandemie hat derzeit oberste Priorität. Bis die Maßnahmen ihre Wirkung entfalten, möchten wir unsere Kunden mit den digitalen Weinproben begeistern“, so Manuel Brixius. Die äußert positive Resonanz der ersten Probe hat gleich zu einem Nachholtermin geführt: Die zweite Online-Weinprobe wird am Wochenende nach Ostern angeboten.

Einen Kilometer weiter, im Klosterhof Siebenborn bei Maring-Noviand, herrscht trotz Corona-Lockdown ebenfalls rege Betriebsamkeit. „Unser online-Shop steht nicht still. Wir haben jetzt mehr als 400 Probepakete zu packen. Wir arbeiten non stop und kommen kaum nach“, berichtet Bio-Winzer Franz Melsheimer vom durchschlagenden Erfolg seines Angebots, ein Probenpaket mit digitaler Weinprobe per Internet-Video zu kombinieren. 

Vor allem jüngere Winzerinnen und Winzer im Weinanbaugebiet Mosel reagieren mit Weinproben in den sozialen Medien, auf Youtube oder ihren Internetseiten auf die Corona-Epidemie. Nicolas Weber vom Weingut Margarethenhof in Ayl an der Saar war einer der ersten, der angesichts von sozialer Distanzierung Weinproben digital angeboten hat. Schon seit Ende März präsentiert der junge Oenologe Elbling, Riesling und Burgunder des elterlichen Weingutes live auf Instagram und Facebook.

Mit dem Zitat „Man muss die Zukunft abwarten und die Gegenwart genießen oder ertragen!“ von Wilhelm von Humboldt hat sich die ehemalige Deutsche Weinkönigin Lena Endesfelder aus Mehring angesichts der aktuellen Lage befasst. Ihr Fazit: „Ich habe mich eindeutig für das Genießen entschieden!“ Daran möchte die 27-Jährige Winzerin ihre Kunden teilhaben lassen und bietet Pakete mit sechs Weinen an, die per Livestream kommentiert und mit den Teilnehmern diskutiert werden. Die große Resonanz auf das Angebot hat auch Lena Endesfelder veranlasst, mehr als einen Termin anzubieten. Eine weitere ehemalige Deutsche Weinkönigin im gleichen Moselort bietet ebenfalls online-Weinproben an: Jutta Fassian hat drei unterschiedliche Probenpakete im Angebot, die an verschiedenen Terminen an den Osterfeiertagen per Internet von ihr präsentiert werden.

An der Saar haben sich gleich zehn junge Winzer für eine Online-Verkostung zusammengetan. „Saarkind“ nennen sie ihr Paket mit zehn Weinen, das über den OnlineShop Vinolismus in Saarburg bestellt werden kann. Unter dem Motto „10 Tage – 10 Winzer“ werden die Weine vom 19. bis 28. April jeden Abend um 21 Uhr für 30 Minuten live vorgestellt. „Gemeinsam im Team, virtuell über whatsapp versteht sich, grübelten wir darüber, wie wir auch in schweren Zeiten ein wenig Vergnügen verbreiten und unser soziales Leben aufrecht halten können“, beschreibt Winzer Felix Weber aus Wiltingen, wie es zu der gemeinsamen Aktion gekommen ist. „Schnell war uns, die wir ja quasi mit social media groß geworden sind klar, dass wir die Vorteile eben dieser Kanäle nutzen müssen: viele Menschen an einem Ort und doch jeder für sich von zu Hause. Paradox, aber wohl Realität und gerade zur jetzigen Zeit einfach unser einziges Mittel, um nicht ganz zu vereinsamen“.

Rockmusik zur digitalen Weinprobe gibt es bei zwei Weinbaubetrieben in Kinheim an der Mittelmosel. Daniel Molitor und Julia Justen-Molitor präsentieren die Weine ihres „Stairs n‘ Roses“-Projektes auf der Internet-Plattform „Tasty Tunes – Online Wine Tasting and Music“. Das passt, denn die Weine aus den Steillagen Erdener Treppchen und Kinheimer Rosenberg tragen teilweise Namen in Anlehnung an Rocksongs der Band „Guns n‘ Roses“. Und auch Jungwinzer Janek Müller von JM-Weinbau aus Kinheim nutzt die Plattform via Facebook zur Vorstellung seiner Weine. „Tasty Tunes“ ist ein Projekt des in Kinheim lebenden Briten James Cook und der Musiker Silvia Zeimet und Thomas Franzen, die als „Candy Riders“ zur virtuellen Weinprobe mit Rockmusik unterhalten. Per Facebook Live und Youtube können die Besteller der Weinpakete die Probe live verfolgen und kommentieren.

Die Abfüllung der 2019er Weine können die Kunden des Weingutes Göbel-Schleyer Erben aus dem Weinort Ernst bei Cochem per Internetseite, Facebook und Youtube miterleben. „In Livestreams werden wir bei der Abfüllung unsere Weine des neuen Jahrgangs vorstellen. In einer Mischung aus Talk, Geschichte und Fachwissen stellen wir unsere Weine, das Weingut und die aktuellen Themen im Weinberg und Keller vor“, beschreiben Thomas und Peter Göbel ihre Idee.

Die Mosel-Weinmajestäten Marie Jostock und Bärbel Ellwanger laden alle, die das Weinbaugebiet Mosel mit seinen Rebsorten und verschiedenen regionalen Facetten kennenlernen möchten, zu einer Online-Weinprobe mit einem Mosel-Probierpaket ein. Mosel-Weinkönigin Marie Jostock und Mosel-Weinprinzessin Bärbel Ellwanger stellen in einem Video, das ab Gründonnerstag unter anderem über Youtube und soziale Medien verfügbar sein wird, alle weinbaulichen Bereiche von Obermosel über Saar und Ruwer bis zu Terrassen- und Mittelmosel vor. Das 6er-Probierpaket zum Preis von 49,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versand enthält Produkte von sechs Erzeugern, ausgewählt aus der Jahresauswahlprobe des Moselwein e.V.: Riesling Winzersekt von der Reverchon KG (Saar), Elbling trocken vom Weingut Apel (Obermosel), Weißburgunder trocken vom Weingut Lotz (Mittelmosel), Riesling trocken vom Weingut Leo Fuchs (Terrassenmosel), Riesling Kabinett feinherb vom Weingut Erben von Beulwitz (Ruwer) und Riesling Spätlese fruchtsüß vom Weingut Jörg Thanisch (Mittelmosel). Bestellungen sind per Mail an info@weinlandmosel.de möglich. Der Versand erfolgt solange der Vorrat reicht ab 6. April. Mit dem Paket erhalten die Weinfreunde den Link zum Video sowie Informationen zum Weinanbaugebiet Mosel.

Folgende Betriebe von der Mosel bieten ebenfalls Online-Weinproben:
Weingut Biewers, Tawern-Fellerich
Sektkellerei Bernhard-Massard, Trier
Classisches Weingut Hoffranzen, Mehring
Weingut Lenhardt, Mehring
Weinhaus Kiebel, Mehring
Weingut Clüsserath-Weiler, Trittenheim
Weingut Matheus, Trittenheim
Weingut Harald Feilen, Neumagen-Dhron
Weingut Sanders & Sanders, Klausen
Weingut Gindorf, Lieser
Weingut Becker, Zeltingen
Weingut Selbach-Oster, Zeltingen
Weingut Schwaab & Sohn, Erden
Weingut Staffelter Hof, Kröv
Weingut Gerd Trossen, Kröv
Weingut Caspari, Traben-Trarbach
Weingut Arns und Sohn, Reil
Schlossgut Liebieg, Kobern-Gondorf/Klüsserath

Nähere Infos und Kontaktdaten auf www.weinland-mosel.de/aktuelles

© Moselwein e.V.  03.04.2020

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Das Foto zeigt die erfolgreichen Brüder Jürgen (links) und Walter Römer vom Weingut Römerhof in Traben im Keller ihres Betriebs. Foto: © Römerhof
Foto: © Römerhof

Wettbewerb Mundus Vini: Großes Gold für Weingut Römerhof in Traben-Trarbach - 31 weitere Medaillen für Moselweine

Der beste trockene Riesling im großen Weinwettbewerb Mundus Vini kommt von der Mosel. Das Weingut Römerhof in Traben-Trarbach erhielt von der Jury in Neustadt an der Weinstraße für seinen 2017er Riesling Necto I die Auszeichnung Großes Gold und den Titel „Best of Show Riesling dry“. Die Auszeichnung Großes Gold erhielten nur 43 der etwa 7.500 bewerteten Weine aus aller Welt. 268 Weinexperten aus 54 Ländern verkosteten und bewerteten die Weine in Neustadt.

Insgesamt wurden 32 Weine aus dem Weinanbaugebiet Mosel im Frühjahrs-Wettbewerb Mundus Vini mit Medaillen ausgezeichnet. 22 erhielten eine Goldmedaille, neun eine Silbermedaille. Jürgen und Walter Römer aus Traben-Trarbach freuen sich neben der Top-Auszeichnung Großes Gold über drei Goldmedaillen für weitere Weine ihrer Premiumlinie „Necto“. Denn auch der 2018er Necto I sowie der feinherbe Riesling Necto II aus den Jahrgängen 2017 und 2018 überzeugte die Juroren. Es war nicht die erste Auszeichnung für die Weine des Römerhofs. Schon bei der Berliner Wein Trophy 2020 hatten die 2017er Weine Necto I und Necto II ebenfalls Goldmedaillen erhalten.

Sechsmal Gold holte das Weingut Reichsgraf von Kesselstatt in Morscheid im Ruwertal. Sowohl die drei trockenen Großen Gewächse des Jahrgangs 2018 aus den Lagen Kaseler Nies’chen, Josephshöfer und Piesporter Goldtröpfchen wurden geehrt wie auch drei edelsüße Rieslingweine des Jahrgangs 2018: die Trockenbeerenauslese Nr. 14 und die Beerenauslese Nr. 29 aus der Lage Goldtröpfchen sowie die Beerenauslese Nr. 15 aus der Lage Josephshöfer bei Graach.

Drei Goldmedaillen erzielten Jürgen und Dorothee Weber vom Weingut Margarethenhof in Ayl an der Saar für ihre 2018er Rieslingweine der Linie GL aus der Steillage Ayler Kupp, die in den Geschmacksrichtungen trocken, feinherb und fruchtsüß die Jury gleichermaßen überzeugten.

Das Schlossgut Liebieg in Kobern-Gondorf gewann zweimal Gold für Weine, die von Bernhard Kirsten in Klüsserath produziert wurden: 2018 „Herzstück“ Riesling sowie 2018 „1904“ Riesling Spätlese. Über zwei Goldmedaillen freut sich auch Winzer Stefan Lotz aus Erden: Der 2018er „Schieferstein“ Riesling trocken und die 2018er Erdener Treppchen Riesling Spätlese punkteten bei den Juroren.

Das Weingut Walter J. Oster aus Ediger-Eller erntete eine Goldmedaille für seinen 2018er Ediger Elzhofberg Riesling und zwei Silbermedaillen für die Rotweine Cuvée J. von 2017 und den Ediger Feuerberg Spätburgunder Barrique von 2016.

Goldmedaillen gingen zudem an folgende Weine und Betriebe der Region:
2018 „x-treme“ Riesling Auslese trocken, Bio-Weingut Hubertushof, Lieser
2018 Cuvée Pinot Winzersekt brut, Weingut Schmitt-Kranz, Riol
2018 Trittenheimer Altärchen Reserve Riesling Spätlese trocken, Weinhaus Gebrüder Steffens, Trittenheim
2018 Serriger Herrenberg Riesling Beerenauslese, Weingut Würtzberg, Serrig
2018 Grauburgunder Auslese „Unser Bester“ Weingut Biewers, Tawern-Fellerich

Silbermedaillen gab es zudem für die Sektmanufaktur St. Laurentius in Leiwen, Gebr. Loosen GmbH in Wittlich-Wengerohr, die Weinkellerei Zimmermann-Graeff & Müller in Zell, Weingut Nick Köwerich in Leiwen, Bio-Weingut Hubertushof in Lieser und Schlossgut Liebieg in Kobern-Gondorf.

© Moselwein e.V.  01.04.2020

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                                        Stand 25.03.2020

Die Corona-Krise ist zurzeit das beherrschende Thema und die aktuelle Umsetzung der Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie betrifft nahezu alle Lebensbereiche und hat auch in unserer Region weitreichende Folgen, für die Bevölkerung vor Ort, aber natürlich auch für unsere Urlaubsgäste.
Bitte beachten Sie die von Bund und Ländern beschlossenen Regeln zur Beschränkung sozialer Kontakte (Infos unter www.rlp.de ).

Übernachtungsangebote
Touristische Reisen sind nicht erlaubt und Übernachtungsangebote dürfen nur zu zwingend erforderlichen, aber nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Dies gilt für das gesamte Beherbergungsgewerbe (Hotels, Gästehäuser, private Unterkünfte, Ferienwohnungen, Camping- und Wohnmobilstellplätze sowie Jugendherbergen).
Bitte setzen Sie sich mit Ihrer gebuchten Unterkunft in Verbindung!

Veranstaltungen
Alle Veranstaltungen in den kommenden Wochen in der Region sind abgesagt.
Bitte erkundigen Sie sich bei eventuell gebuchten Tickets beim Veranstalter direkt.

Kultureinrichtungen,
Kinos, Museen, Freizeiteinrichtungen sowie Schwimmbäder, Spielplätze sind derzeit geschlossen.

Sämtliche Gastronomiebetriebe,
Restaurants, Cafés, Bars sind geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zuhause.

Läden und Shoppingangebote
sind mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf (Lebensmittel, Apotheken, Tankstellen…) geschlossen.

Tourist-Informationen
in der Region Mosel sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Per Telefon und Email stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen für Ihre Fragen und mit Informationen aber gerne zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen aufgrund der rasanten Entwicklungen und außergewöhnlichen Umstände nur unter Vorbehalt gegeben werden. Aktuelle Informationen finden Sie unter dem folgenden Link der Landesregierung

© Mosellandtouristik 03.2020

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Foto: © Moselwein e.V.
Foto: © Moselwein e.V.

Corona-Krise: Digitale Weinproben und Probierpakete helfen den Kontakt zu Kunden aufrecht zu halten und den neuen Jahrgang zu präsentieren

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Folge der Corona-Epidemie sorgen auch bei den Winzerbetrieben und Weingütern im Anbaugebiet Mosel für Absatzprobleme. Weinmessen, Jahrgangspräsentationen, Tage der offenen Keller und Frühlingsfeste, bei denen die Weine des neuen Jahrgangs vorgestellt und verkauft werden sollten, sind seit Ende Februar reihenweise abgesagt worden. Der persönliche Kontakt zu Einkäufern aus Handel und Gastronomie, aber auch zu Privatkunden ist nicht oder nur noch sehr eingeschränkt möglich. Zwar dürfen Winzer ab Hof unter Berücksichtigung der geltenden Kontakt- und Hygieneregeln ihre Weine verkaufen und Weinpakete an ihre Kunden versenden. Aber Verkostungen im Winzerhof oder der Vinothek sind aufgrund der behördlichen Anordnungen nicht mehr möglich. Viele Kunden, vor allem Gäste von außerhalb, kommen aktuell gar nicht ins Weinanbaugebiet. Das ist aber kein Grund, auf Weinproben mit guten Moselweinen zu verzichten.

Denn die Not macht bekanntlich erfinderisch und beschleunigt in der Weinwelt aktuell die Digitalisierung. Zahlreiche Weingüter aus dem Weinanbaugebiet Mosel bieten ihren Kunden online-Weinproben über soziale Netzwerke an. Die Kunden können Probierpakete bestellen und zu einem festgelegten und kommunizierten Zeitpunkt präsentieren die Erzeuger den Konsumenten die Weine quasi in deren Wohnzimmer per Livestream über das Internet. Jeder probiert für sich in seinen vier Wänden, aber dennoch gemeinsam mit anderen Weinfreunden und dem Winzer.

Franz und Esther Melsheimer vom Klosterhof Siebenborn bei Maring-Noviand haben sich viele Gedanken darüber gemacht, wie sie in Zeiten der Krise Kontakt zu ihren Kunden halten können. „Wie soll der Kunde die Weine des neuen Jahrgangs kennen- und schätzen lernen?“, fragte sich das Winzerpaar, die das Weingut Artur Melsheimer betreiben. Ihre Lösung: Sie haben ein Video gedreht, in dem sie die Weine erklären, und bieten 13 ihrer Weine in Viertelliter-Fläschen für die digitale Weinprobe an. Die Kunden bekommen nach Bestellung der digitalen Weinprobe ein Paket mit den 13 Flaschen und dazu eine Anleitung und einen Internetlink zum Video. Franz Melsheimer: „Nun kann es, auch mit geringen Internetkenntnissen, losgehen. Ein weiterer Vorteil: Es ist möglich, die Probe zu „strecken“ und somit mehrere, schöne Abende zu verbringen.“

Winzer Michael Biewers aus Fellerich an der Obermosel bietet seinen Kunden verschiedene Probierpakte „quer durchs Sortiment“ an, die man im Shop auf seiner Internetseite bestellt und dann versandkostenfrei per Paketdienst ins Haus geliefert werden. Auf Facebook kommentiert er dann bei einer digitalen Weinprobe die Weine in einem Livestream. „Wir haben eine gute Resonanz und sind fleißig Pakete am packen“, sagt Michael Biewers. Für ihn ein guter Weg, den Kunden die fruchtig-frischen 2019er Elbling- und Burgunderweine nahe zu bringen.

Auch Ernie Loosen, Inhaber des international bekannten VDP-Weingutes Dr. Loosen in Bernkastel, dessen Rieslingweine in aller Welt angeboten werden, schaut digital bei seinen Kunden zu Hause vorbei, um mit ihnen seine Weine zu probieren. „Wenn Sie eine Flaschen Dr. Loosen-Riesling in Ihrem Keller oder Kühlschrank haben, senden Sie mir einfach eine persönliche Nachricht. Dann werde ich die gleiche Flasche öffnen und auf Instagram Live von diesem Wein erzählen“, lautet seine Botschaft in sozialen Netzwerken an Freunde und Kunden.

Für die Weinprobe zu Hause bieten viele Weingüter an Mosel, Saar und Ruwer aktuell ihre Produkte zu attraktiven Sonderkonditionen. So gibt es Pakete schon oft ab sechs oder zwölf Flaschen frei Haus und teilweise mit zusätzlichen Rabatten.

Da Gastronomiebetriebe, Vinotheken und Weinbars infolge der Corona-Krise geschlossen sind und die Menschen ihre Freizeit größtenteils zu Hause verbringen, steigt offensichtlich der Weinabsatz über den Lebensmitteleinzelhandel. Die Winzergenossenschaft Moselland eG mit Sitz in Bernkastel-Kues berichtet über eine rege Nachfrage aus dem LEH. Zudem verzeichnet die Genossenschaft laut Vorstandsvorsitzendem Henning Seibert auch eine gute Resonanz auf ihre Probierpakete.

Zur Weinprobe zu Hause bietet sich auch der Film „Mosel Faszination Wein“ an, der auf der Internetseite www.weinland-mosel.de oder auf Youtube kostenlos angeschaut werden kann.
Weitere Informationen erhalten Interessierte auch per Mail an info@weinland-mosel.de


© Moselwein e.V. 24.03.2020

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Stand 20.03.2020

Die Corona-Krise ist zurzeit das beherrschende Thema und die aktuelle Umsetzung der Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie betrifft nahezu alle Lebensbereiche und hat auch in unserer Region weitreichende Folgen, für die Bevölkerung vor Ort, aber natürlich auch für unsere Urlaubsgäste.
Wir haben für Sie im Folgenden wichtige Informationen zusammengetragen.

Übernachtungsangebote

Touristische Reisen sind nicht erlaubt und Übernachtungsangebote dürfen nur zu zwingend erforderlichen, aber nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Bitte setzen Sie sich mit Ihrer gebuchten Unterkunft in Verbindung.

Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen in den kommenden Wochen in der Region sind abgesagt. Bitte erkundigen Sie sich bei eventuell gebuchten Tickets beim Veranstalter direkt.

Kultureinrichtungen, Kinos, Museen, Freizeiteinrichtungen

sowie Schwimmbäder, Spielplätze sind derzeit geschlossen.

Restaurants, Cafés, Bars

dürfen aktuell ausschließlich von 6.00 bis 18.00 Uhr öffnen bzw. sind teilweise ganz geschlossen.

Läden und Shoppingangebote

sind mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf (Lebensmittel, Apotheken, Tankstellen…) geschlossen.

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen aufgrund der rasanten Entwicklungen und außergewöhnlichen Umstände nur unter Vorbehalt gegeben werden. Aktuelle Informationen finden Sie unter dem folgenden Link der Landesregierung

Touristischer Nahverkehr

Der Saisonstart der RadBusse (ehemals RegioRadler) verschiebt sich auf unbestimmte Zeit. Derzeit sind daher leider keine Buchungen möglich.

© Mosellandtouristik 03.2020

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Lieser: Blick vom Aussichtspunkt unterhalb der Hambachhütte moselaufwärts über Lieser und Mülheim. Foto: Marco Rössler
Lieser: Blick vom Aussichtspunkt unterhalb der Hambachhütte moselaufwärts über Lieser und Mülheim. Foto: Marco Rössler

Mehr als 10.000 Personen haben vom 10. Februar bis zum 15. März in einer öffentlichen Online-Abstimmung auf der Homepage des Deutschen Weininstituts (DWI) die „Schönsten Weinsichten 2020“ in den deutschen Weinregionen gewählt.

Zur Auswahl standen 48 Vorschläge, die aus allen 13 Anbaugebieten von den regionalen Gebietsweinwerbungen für diesen Wettbewerb eingereicht wurden. Er fand in diesem Jahr nach 2012 und 2016 zum dritten Mal statt.

Nach Auszählung der über 24.000 Stimmen dürfen sich die folgenden Ortschaften über die Auszeichnung ihrer „Schönsten Weinsicht“ freuen:

Die Schönsten Weinsichten 2020:

  • Ahr: Burgruine Saffenburg bei Mayschoß
  • Baden: Blick ins Innere des Kaiserstuhls bei Oberbergen
  • Franken: terroir f StettenHessische
  • Bergstraße: Weinlage Herrnberg bei Groß-Umstadt
  • Mittelrhein: Nürer Kopf bei Leutesdorf
  • Mosel: Hambuchhütte bei Lieser
  • Nahe: Wanderweg bei Niedernhausen
  • Rheingau: Ruine Nollig, Lorch
  • Pfalz: Kleine Kalmit bei Ilbesheim und Landau
  • Rheinhessen: Ruhkreuz Zornheim
  • Saale-Unstrut: Weinberg Goldener Steiger am Geiseltalsee, Bad Lauchstädt
  • Sachsen: Weinbergsblick, Diesbar-Seußlitz
  • Württemberg: Michaelsberg, Cleebronn


„Als ‚Schönste Weinsicht‘ werden Aussichtspunkte ausgezeichnet, die eindrucksvolle Ausblicke in die deutschen Weinkulturlandschaften garantieren und zudem auch gut für Wanderer oder per Rad zu erreichen sind. Mit ihnen werden neue weintouristische Ziele in den Anbaugebieten geschaffen, die zu einem Besuch der Weinregionen und zum Genuss der Weine dort einladen, wo sie wachsen“, erklärte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Die 13 Aussichtspunkte werden im Laufe des Jahres vor Ort jeweils mit einer gut sichtbaren Stele des Mainzer Künstlers Ulrich Schreiber als „Schönste Weinsicht 2020“ gekennzeichnet und offiziell eingeweiht.

Die nunmehr 39 ausgezeichneten „Schönsten Weinsichten“ sind ausführlich auf der DWI-Website www.deutscheweine.de/tourismus/weinsichten/ beschrieben und in die interaktive Landkarte auf der Startseite integriert.

© Moselwein e.V.  17.03.2020

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Ruwertal: Blick von der Hitzlayhütte auf die Weinberge zwischen Kasel und Mertesdorf. Foto: artenreich graphikdesign/TI Ruwer
Ruwertal
Klüsserath: Panorama-Aufnahme von der Wetterstation oberhalb der Lage Bruderschaft. Foto: Manfred Holz
Klüsserath
Lieser: Blick vom Aussichtspunkt unterhalb der Hambachhütte moselaufwärts über Lieser und Mülheim. Foto: Marco Rössler
Lieser
Ediger-Eller: Panorama der Moselschleife vom Gipfelkreuz auf dem Calmont aus. Foto: Heinz Peierl
Ediger-Eller
Hatzenport: Blick von der Rabenlay moselaufwärts auf Hatzenport. Foto: Klaus Breitkreutz
Hatzenport
 

Fünf Vorschläge von der Mosel stehen zur Wahl: Hatzenport, Ediger-Eller, Lieser, Klüsserath und Ruwertal

Das Deutsche Weininstitut (DWI) zeichnet in diesem Jahr gemeinsam mit allen gebietlichen Weinwerbungen erneut besonders spektakuläre Aussichtspunkte in die Weinlandschaften als „Schönste Weinsicht 2020“ aus. Welche Orte dies sein werden, entscheidet eine Onlineabstimmung auf der DWI-Webseite www.deutscheweine.de. Vom 10. Februar bis zum 15. März ist jeder eingeladen, aus 47 eingereichten Vorschlägen jeweils einen Favoriten für jedes Anbaugebiet auszuwählen.

Von der Mosel stehen fünf Vorschläge zur Auswahl: Der Blick von der Rabenlay auf Hatzenport, der Panoramablick vom Gipfelkreuz des Calmont zwischen Ediger-Eller und Bremm, der Ausblick von unterhalb der Hambachhütte bei Lieser, die Aussicht von der Wetterstation oberhalb der Weinlage Klüsserather Bruderschaft und der Blick von der Hitzlayhütte ins Ruwertal zwischen Kasel und Mertesdorf. Diese fünf Vorschläge hatte der Moselwein e.V. als Gebietsweinwerbung im Dezember aus rund 20 Bewerbungen aus dem gesamten Weinanbaugebiet Mosel ausgewählt und beim Deutschen Weininstitut für die Abstimmung eingereicht. „Die Auswahl fiel unserem Vorstand nicht leicht, denn unser Steillagengebiet kann mit vielen wunderbaren Ausblicken auf die Weinlandschaft punkten“, so Ansgar Schmitz, Geschäftsführer der Mosel-Weinwerbung. Entscheidend für die Auswahl waren unter anderem Kriterien wie die Zugänglichkeit der Aussichtspunkte sowie die Frage, ob dort eine Stele errichtet werden kann. Denn jede der neuen Schönsten Weinsichten 2020 wird mit einer drei Meter hohen Stele des Mainzer Künstlers Ulrich Schreiber gut sichtbar gekennzeichnet. Die feierliche Einweihung wird im Laufe des Jahres stattfinden.

„Die Weinsichten garantieren nicht nur tolle Ausblicke in unsere Weinkulturlandschaft, sie sind auch gut für Wanderer oder per Rad zu erreichen“, erklärt DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. „Als neue attraktive Ausflugsziele laden sie zu einem Besuch der Anbaugebiete ein und leisten so einen Beitrag zur Förderung des immer wichtiger werdenden Weintourismus“, so Reule. Dass die Schönsten Weinsichten gut angenommen werden, zeigen die bereits 2012 und 2016 prämierten Aussichtspunkte in allen Anbaugebieten. Über sie kann man sich inklusive Wegbeschreibungen, Kartenmaterial, Geo-Daten und Erläuterungen auf der Internetseite www.deutscheweine.de unter dem Menüpunkt „Tourismus“ informieren. Bislang wurden im Weinanbaugebiet Mosel 2012 der Blick aus der Weinlage Wiltinger Kupp auf den Altarm der Saar zwischen Wiltingen und Kanzem sowie 2016 der Panoramablick von der Zummethöhe auf die Moselschleife zwischen Leiwen und Trittenheim mit dem Titel „Schönste Weinsicht“ ausgezeichnet.

© Moselwein e.V.  06.02.2020

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Foto: © Ansgar Schmitz
Foto: © Ansgar Schmitz

Steillagengebiet mit großem Stand auf der Fachmesse ProWein in Düsseldorf

Ob leichte Kabinettweine oder gehaltvolle Große Gewächse – am Mosel-Gemeinschaftsstand finden die Besucher der Fachmesse ProWein das gesamte Spektrum der Rebsorte Riesling. Die Spitzenbewertungen in vielen Weinführen und Wettbewerben für die 2018er Weine von Mosel, Saar und Ruwer zeigen, dass die Steillagenwinzer auch in heißen Jahren Weine von bestechender Eleganz und Feinheit erzeugen. Davon können sich auch die Besucher der ProWein vom 15. bis 17. März überzeugen.

Der fast 500 m² große Mosel-Stand auf der ProWein ist vom 15. bis 17. März das Schaufenster des Anbaugebietes. 55 Weingüter, Sektmanufakturen und Vereinigungen präsentieren ihre Produkte am Stand der Gebietsweinwerbung in Halle 13 (Standnummer C 81). Darunter sind auch wieder mehrere Betriebe, die erstmals auf der Messe vertreten sind. Der 2019 komplett erneuerte Stand befindet sich an gleicher Stelle wie im Vorjahr.

Vom Crémant bis zum Großen Gewächs, vom trockenen Elbling bis zur edelsüßen Riesling-Rarität sind am Gemeinschaftsstand alle Rebsorten und Weinstile der Region vertreten. Dazu gehören zunehmend Weine aus Burgundersorten, deren Anteil an der Gebietsfläche inzwischen bei mehr als zwölf Prozent liegt. Fast alle Betriebe bieten neben den Klassikern Riesling, Rivaner oder Elbling auch Weiß-, Grau- und Spätburgunder an. Die weißen Burgundersorten sind in diesem Jahr auch Thema von Veranstaltungen an der Degustationstheke des Gemeinschaftsstandes. Zudem stehen der Klassiker Riesling Kabinett sowie gereifte und junge Große Gewächse im Fokus.

Diese 30-minütigen Degustationsveranstaltungen an der Verkostungstheke geben kompakt Einblick in wichtige Weinkategorien und Themen des Gebietes. Der Moselwein e.V. informiert unter dem Motto „Ein Kabi geht immer“ über Kabinett-Weine, die in den vergangenen Jahren eine Renaissance erleben. Weiß- und Grauburgunder sowie die Spezialität Auxerrois können die Fachbesucher unter dem Motto „Mosel-Pinot“ verkosten. Der Bernkasteler Ring stellt unter dem Titel „Kellerschätze“ gereifte Große Gewächse der Rebsorte Riesling aus den Jahrgängen 2007 bis 2017 vor, zudem gibt es eine Probe mit den 2018er Großen Gewächsen. Die Elblingfreunde der Südlichen Weinmosel präsentieren die Sortenvielfalt von den Muschelkalkböden der oberen Mosel.

Der Gemeinschaftsstand bietet dem Fachpublikum die Sortimente bekannter und neuer Betriebe von mehr als 250 Flusskilometern und unterschiedlichen Terroirs, von Serrig an der Saar und Nittel an der Obermosel über Bernkastel und Zell bis nach Winningen an der Terrassenmosel. Der Mosel-Stand, an dem sich die Vereinigungen Bernkasteler Ring und MoselJünger beteiligen, dient als Anlaufstelle für internationale Fachbesucher, die sich für Weine von Mosel, Saar und Ruwer interessieren und sich über Neuheiten und aktuelle Trends aus der Region informieren möchten. Großen Zulauf verzeichnete der Mosel-Stand in den vergangenen Jahren von ausländischen Messebesuchern vor allem aus Skandinavien, Osteuropa sowie aus Asien.

Im Umfeld des Mosel-Standes in Halle 13 platzieren sich viele weitere Betriebe der Region mit ihren eigenen Ständen, darunter die Winzergenossenschaft Moselland e.G., mehrere große Wein- und Sektkellereien sowie renommierte Weingüter. Insgesamt sind auf der ProWein rund 100 Betriebe von Mosel, Saar und Ruwer vertreten, der Großteil in Halle 13. Die stärkste Konzentration von Mosel-Betrieben außerhalb von Halle 13 findet sich am VDP-Stand in Halle 14, wo rund 20 Betriebe von Mosel, Saar und Ruwer ihre Weine vorstellen.

Alle Aussteller und Veranstaltungstermine am Mosel-Stand gibt es auf der Internetseite www.weinland-mosel.de


Die Veranstaltungen am Mosel-Stand:

Sonntag, 15. März 2020
12:00 Uhr "Kellerschätze“ im Bernkasteler Ring: Großes Gewächs 2007 - 2017"
Eine Dekade Superpremium-Riesling trocken aus Spitzenlagen.
14:00 Uhr Mosel-Pinot: Weiße Burgundersorten von Schiefer und Muschelkalk. Weißer und Grauer Burgunder, Chardonnay und Auxerrois.
16:30 Uhr Ein Mosel-Kabi geht immer! Riesling-Kabinett - DER Klassiker: Elegant, weniger Alkohol, vielseitig, einfach lecker.

Montag, 16. März 2020
10:00 Uhr Ein Mosel-Kabi geht immer! Riesling-Kabinett - DER Klassiker: Elegant, weniger Alkohol, vielseitig, einfach lecker.
12:00 Uhr Große Gewächse des Bernkasteler Ring e.V.
Superpremium-Riesling trocken des Jahrgangs 2018 aus Spitzenlagen.
14:00 Uhr Südliche Weinmosel: Die älteste deutsche Rebsorte stellt sich vor – Elbling!
16:30 Uhr Mosel-Pinot: Weiße Burgundersorten von Schiefer und Muschelkalk. Weißer und Grauer Burgunder, Chardonnay und Auxerrois.

Dienstag, 17. März 2020
10:30 Uhr Ein Mosel-Kabi geht immer! Riesling-Kabinett - DER Klassiker: Elegant, weniger Alkohol, vielseitig, einfach lecker.
13:00 Uhr Mosel-Pinot: Weiße Burgundersorten von Schiefer und Muschelkalk. Weißer und Grauer Burgunder, Chardonnay und Auxerrois.

Folgende Betriebe sind am Gemeinschaftsstand Mosel vertreten:

C.H. Berres, Ürzig
Biewers, Fellerich
Bischöfliche Weingüter Trier
Richard Böcking, Traben-Trarbach
Cantzheim, Kanzem (Saar)
Joh. Jos. Christoffel Erben, Ürzig
Deutschherrenhof, Trier
Matthias Dostert, Nittel
Erbes, Ürzig
Franzen, Bremm
Frieden-Berg, Nittel
Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Trier
Fuhrmann, Ellenz-Poltersdorf
Fürst, Metzdorf
Geierslay, Wintrich
Genetsch, Lieser
Gindorf – John Pfeiffer, Lieser
Hain, Piesport
Heinrichshof, Zeltingen-Rachtig
Dr. Hermann, Ürzig
Markus Hüls, Kröv
Hubertushof, Lieser
Albert Kallfelz, Zell-Merl
Martin Kerpen, Wehlen
Kochan-Platz, Lieser
Christoph Koenen, Minheim
Nick Köwerich, Leiwen
Lehnert-Veit, Piesport
Lex-Ambré, Leiwen
Loersch, Leiwen
Carl Loewen, Leiwen
Lotz, Erden
Gebrüder Ludwig, Thörnich
Margarethenhof, Ayl (Saar)
Materne & Schmitt, Winningen
Meulenhof, Erden
Mönchhof, Ürzig
Stefan Müller, Krettnach (Saar)
Dr. Pauly-Bergweiler, Bernkastel
Rauen, Thörnich
Rinke, Trier
Römerhof, Traben-Trarbach
Paulinshof, Kesten
Pauly, Lieser
P.L.O.B. GmbH
Saar-Mosel Winzersekt GmbH, Trier
Günther Steinmetz, Brauneberg
St. Laurentius, Leiwen
Alfons Stoffel, Leiwen
Jörg Thanisch, Lieser
Vols, Ayl/Wiltingen (Saar)
Werner, Leiwen
Würtzberg, Serrig (Saar)
Wwe. Dr. H. Thanisch – Erben Müller-Burggraef, Bernkastel-Kues


© Moselwein e.V.  30.01.2020

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Foto: © Chris Marmann
Foto: © Chris Marmann

Eine positive Bilanz ziehen Landwirtschaftskammer und Moselwein e.V. nach der ersten großen Weinveranstaltung des Jahres im Anbaugebiet Mosel.

Das Weinforum Mosel war drei Tage lang Bühne für Weingüter der Region, die mehr als 2.000 Besuchern in den römischen Thermen in Trier ihre prämierten Weine und Winzersekte vorstellten. In den antiken Mauern der römischen Badeanlage wurde intensiv verkostet und über die Weine diskutiert.

Im Fokus standen Weine des hervorragenden Jahrgangs 2018. Vor allem Riesling in allen Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen vom trockenen Gutswein bis zur edelsüßen Auslese wurde angeboten. Großen Anklang fanden auch die Weine der Burgundersorten, von denen auch schon erste Kostproben des ebenfalls hochwertigen 2019er Weinjahrgangs präsentiert wurden, sowie Spezialitäten der Region vom Elbling bis zum Gewürztraminer. Während das Weinforum für viele Weinfachleute, Winzer und Weinkenner ein Pflichttermin ist, um sich über die Entwicklungen im Anbaugebiet zu informieren, nutzen viele junge Verbraucher die Veranstaltung, um die Weinwelt der Mosel näher kennenzulernen. Für die ausstellenden Winzer – darunter auch Betriebe, die erstmals beim Weinforum ausstellten – bietet das Event die Möglichkeit, neue Kundenkontakte zu knüpfen.

Norbert Schindler, Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, begrüßte 200 Ehrengäste zur offiziellen Eröffnung und wies in seinem Grußwort auf die Landesweinprämierung als größten Weinwettbewerb im Land hin, dessen Ergebnisse die Grundlage für das Weinforum bilden. Denn nur die besten Weine und Betriebe der Prämierung werden beim Weinforum präsentiert. Rolf Haxel, Vorsitzender der Mosel-Weinwerbung, hob in seinem Grußwort die Verbindung von antikem Ambiente und herausragenden Weinen hervor, die den besonderen Charakter des Weinforums ausmache.

Mosel-Weinkönigin Marie Jostock war mit ihren Weinprinzessinnen Bärbel Ellwanger, Julia Gries und Julia Weis sowie der Trierer Weinkönigin Leonie Zeimet zur Eröffnung gekommen. Anerkennung fand der Spendenaufruf von Marie Jostock, die wie ihre Vorgängerinnen ihre Zeit als Mosel-Weinkönigin in den Dienst eines guten Zwecks stellt und um Spenden für die Unterstützung schwerkranker Kinder bittet. Anstelle von Blumensträußen überreichte Rolf Haxel eine Zuwendung an die Villa Kunterbunt in Trier, für die Marie Jostock in ihrem Amtsjahr Spenden sammelt.

Neben Staatsehrenpreis- und weiteren Ehrenpreisträgern stellten weitere der besten Betriebe der Landesweinprämierung ihre Weine vor – insgesamt waren 30 Weingüter mit einer Auswahl ihres Sortiments vertreten. Zudem wurden an Thementischen die Siegerweine von Mosel, Ahr und Mittelrhein, die besten Schaumweine der Mosel sowie weitere ausgesuchte Gewächse von etwa 30 weiteren Betrieben aus der Prämierung im Jahr 2019 gezeigt. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel ergänzte die Veranstaltung mit einer Ausstellung zum Projekt „Lebendige Moselweinberge“ über die die Artenvielfalt im Steillagenweinbau.

Die Gäste des Weinforums kommen überwiegend aus dem Mosel-Gebiet vom Trierer Raum bis nach Koblenz sowie aus Eifel und Hunsrück. Die Veranstaltung zieht aber auch Weinfreunde aus dem Saarland, aus Luxemburg, aus der Pfalz, Hessen, dem Kölner Raum und sogar aus den Niederlanden in die Römerstadt. Das Ambiente in den unterirdischen Ruinen der antiken Thermenanlage sowie die Vielfalt und Qualität der ausgestellten Weine überzeugen Jahr für Jahr die Besucher. Zudem gibt es beim Weinforum selbst für Kenner der Region immer wieder neue Entdeckungen. Das Weinforum war auch in diesem Jahr wieder Bühne für einige junge Winzer, die erstmals diese Gelegenheit nutzen, um sich bei einem größeren Publikum bekannt zu machen. Die Veranstaltung zieht sehr viele weinbegeisterte Verbraucher an – darunter mehr und mehr junge Gäste. Das Interesse an regionalen Produkten ist ungebrochen.

Ein weiterer Pluspunkt des Weinforums Mosel ist die Zusammenarbeit der Veranstalter mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Trier. Die Besucher können mit der Eintrittskarte zum Weinforum am Veranstaltungstag mit Bahn und Bus kostenlos anreisen und wieder nach Hause fahren. Das passende Mineralwasser zum Wein kommt vom Gerolsteiner Brunnen, der das Weinforum ebenfalls unterstützt. Verkostet wurde im Weinkelch Style von Spiegelau Kristallglas, das sich wieder als hervorragendes Allround-Glas für Weiß- und Rotweine erwies.

Sehr gut angenommen wurde auch das Angebot des gastronomischen Partners beim Weinforum. Passend zu den heimischen Weinen, bot der Zeltinger Hof Speisen vom Wildschweinragout bis zum Hühnchen aus der Eifel. Das Thema „Moselwein zu Käsespezialitäten der Großregion“ stellte die Firma Nova aktuell aus Piesport vor.

Das 29. Weinforum Mosel ist für 22. bis 24. Januar in Trier geplant. Der Kartenvorverkauf startet Ende November.


© Moselwein e.V.  27.01.2020

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Präsentation prämierter Weine vom 24. bis 26. Januar in Trier

Für das Weinforum Mosel vom 24. bis 26. Januar in den Trierer Viehmarktthermen sind nicht mehr für alle Öffnungszeiten Eintrittskarten verfügbar. Wie die Veranstalter, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und Moselwein e.V. mitteilten, wurden bereits rund 1.800 Karten verkauft. Das Kartenkontingent für Samstag, 25. Januar von 15 bis 20 Uhr, ist komplett vergriffen.

Für Sonntag, 26. Januar, 11 bis 17 Uhr, sind nur noch sehr wenige Tickets verfügbar. Für Freitag, 24. Januar, 14:30 bis 19:30 Uhr, sowie Samstagvormittag, 24. Januar, von 10 bis 14 Uhr, sind die Chancen noch etwas besser, eine der restlichen Karten zu erhalten. Während der Veranstaltung werden noch verfügbare Eintrittskarten an der Tageskasse angeboten.

Landwirtschaftskammer und Mosel-Weinwerbung veranstalten das Weinforum Mosel zum 28. Mal in Trier. Veranstaltungsort sind die römischen Thermen am Viehmarkt. Präsentiert werden die besten Weine, Winzersekte und Betriebe des Anbaugebietes Mosel aus der Landesweinprämierung. Die Besucher haben die Gelegenheit, 220 Weine von rund 60 Erzeugern aus dem Weinanbaugebiet Mosel zu probieren. Zudem werden die Siegerweine aus den Anbaugebieten Ahr und Mittelrhein angeboten.

Im Kartenpreis ist nicht nur die Probe aller Weine enthalten. Die Eintrittskarten gelten am Veranstaltungstag als Bahnfahrkarte für Hin- und Rückfahrt in allen Nahverkehrszügen der Bahnstrecke Koblenz-Trier-Koblenz sowie in den Bussen und Nahverkehrszügen des Verkehrsverbundes Region Trier (VRT).

Karten für das Weinforum Mosel gibt es im Vorverkauf im Internet unter www.ticket-regional.de und den angeschlossenen Vorverkaufsstellen.


© Moselwein e.V.  17.01.2020

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Sieg und vordere Plätze für trockene Weine aus dem Weinanbaugebiet Mosel im Feinschmecker-Wettbewerb

Die Erfolgsserie für Weine aus dem Anbaugebiet Mosel bei wichtigen überregionalen Weinwettbewerben geht weiter: Nachdem die Erzeuger von Mosel, Saar und Ruwer Ende des Jahres 2019 in den wichtigsten Weinführern reihenweise Spitzenbewertungen einheimsten, geht nun auch der Sieg im der ersten großen Weinwettbewerb 2020 in die Region. Das Weingut Piedmont aus Konz-Filzen an der Saar ist Sieger des Riesling Cup 2020, veranstaltet vom Gourmetmagazin „Feinschmecker“ aus Hamburg. Unter den besten 16 Weinen des Wettbewerbs sind sieben trockene Rieslinge des Jahrgangs 2018 aus dem Anbaugebiet Mosel. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Feinschmecker-Ausgabe 2/2020 veröffentlicht worden.

Erstmals beteiligte sich das kleine Saar-Weingut an dem renommierten Riesling Cup, der jährlich die besten trockenen Rieslingweine aus Deutschland kürt. Mit dem Großen Gewächs des Jahrgangs 2018 aus der Weinlage Pulchen überzeugten Claus Piedmont und seine Tochter Sitta die Jury, der bekannte Weinfachleute wie der Bremer Ratskellermeister Karl-Josef Krötz und Weinautor Jens Priewe sowie Sommelieren von Spitzenrestaurants angehörten. Von mehreren Hundert Weinen in der Vorrunde qualifizierten sich 67 trockene Rieslinge für das Halbfinale. Im Finale standen schließlich 16 Weine. Die Proben und Bewertungen fanden verdeckt statt.

Der zweite Platz ging an Moselwinzer Niko Schmitt vom Weingut Claes Schmitt Erben in Trittenheim für den 2018er Sonnentheilen Riesling trocken aus der Steillage Trittenheimer Apotheke. Ein Ruwer-Riesling erreichte Platz 5: 2018 Tyrell’s Edition Riesling trocken vom Karthäuserhof in Trier-Eitelsbach. Punktgleich ebenfalls auf Platz 5 ein weiterer Wein aus Trittenheim, der 2018er Trittenheimer Apotheke Alte Reben Riesling trocken vom Weingut Franz-Josef Eifel. Unter den besten des Riesling Cup platzierten sich auch die Weingüter Maximin Grünhaus aus dem Ruwertal (2018 Abtsberg Großes Gewächs Riesling trocken), Dr. Loosen aus Bernkastel (2018 Graacher Himmelreich Großes Gewächs Alte Reben Riesling trocken) sowie Grans-Fassian aus Leiwen (2018 Leiwener Laurentiuslay Großes Gewächs Riesling trocken).

© Moselwein e.V. 07.01.2020

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Eidechse. Foto © Elmar Kohl
Eidechse. Foto © Elmar Kohl

Woche der Artenvielfalt vom 10. bis 17. Mai 2020

Aus Anlass des internationalen Tages der biologischen Vielfalt präsentiert sich das Weinanbaugebiet Mosel als die Region der biologischen Vielfalt. Die Regionalinitiative Mosel und zahlreiche Akteure an Mosel, Saar und Ruwer beteiligen sich an zahlreichen Projekten im Rahmen der Aktionswoche "Faszination Mosel - Woche der Artenvielfalt" vom 10. bis 17. Mai 2020. Mit der Woche der Artenvielfalt soll gezeigt werden, dass das Weinanbaugebiet mit seinen Steillagen- und Terrassenweinbergen Lebensraum für viele, teils sehr seltene Pflanzen und Tiere ist.

Bereits 2013 hat die Regionalinitiative Mosel das Projekt „Lebendige Moselweinberge“ beschlossen, um die besondere Artenvielfalt der einzigartigen Kulturlandschaft noch besser darzustellen. Nun möchte die Regionalinitiative Mosel, dass sich die Moselregion als die Weinbauregion der biologischen Vielfalt mit Veranstaltungen im gesamten Moselraum präsentiert.

Die Aktionswoche richtet sich vor allem an die Bürgerinnen und Bürger aller Generationen. "Wir möchten sie mit der Faszination unserer Heimat und dem besonderen Artenreichtum begeistern. Aber selbstverständlich freuen wir uns auch, wenn möglichst viele Gäste an den Veranstaltungen teilnehmen", heißt es im Projektaufruf der Regionalinitiative.

Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswoche sind beispielsweise geführte Wanderungen und Exkursionen durch die Weinlandschaft, Informationsveranstaltungen zum Steillagenweinbau und Biodiversität in Weingütern, zum Moselprojekt des Bauern- und Winzerverbandes oder der Partnerbetriebe Naturschutz. Workshops für den Bau von Trockenmauern und Lebensraumhilfen für Tiere, die Gestaltung von Wegespitzen im Weinberg, die Offenhaltung von Weinbergsbrachen sowie die Anlage von Bienen- und Schmetterlingsbäumen sind ebenfalls in Planung.

Alle öffentlichen Veranstaltungen werden zu gegebener Zeit zentral in einem Veranstaltungskalender zusammengefasst und über Printmedien und Internet beworben. Weitere Infos unter:

Ansprechpartner:
Simone Röhr, Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich/Regionalinitiative Mosel,
Telefon 06571 142302,
Martina Engelmann-Hermen, DLR Mosel/Projekt Lebendige Moselweinberge,
Telefon 06531 956156, martina.engelmann-hermen@dlr.rlp.de.

© Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich 12.11.2019

 

 

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Das Foto zeigt die Sieger von Mosel und Saar im Vinum Weinguide 2020 bei der Ehrung in Mainz. Foto: Moselwein e.V./Ansgar Schmitz
Das Foto zeigt die Sieger von Mosel und Saar im Vinum Weinguide 2020 bei der Ehrung in Mainz: (von links) Johannes und Erich Weber (Hofgut Falkenstein), Heiner Bollig ((Weingut Egon Müller), Dorothee Zilliken (Weingut Forstmeister Geltz-Zilliken), Konstantin Weiser (Weingut Weiser-Künstler), Sebastian und Barbara Selbach (Weingut Selbach-Oster), Reinhard Löwenstein (Weingut Heymann-Löwenstein), Andreas Barth und Günther Jauch (Weingut von Othegraven). Foto: Moselwein e.V./Ansgar Schmitz

Präsentation des Vinum Weinguide 2020 in Mainz: Weine aus dem Anbaugebiet Mosel siegen in acht Kategorien von trocken über feinherb bis frucht- und edelsüß.

Mit Weinen aus dem Jahrgang 2018 verbuchten Weingüter aus dem Anbaugebiet Mosel im aktuellen Weinguide Deutschland 2020 des Vinum-Verlages eine Reihe von Spitzenbewertungen. Rieslingweine von Mosel und Saar siegten in acht Kategorien von trocken über feinherb bis frucht- und edelsüß. In mehreren Kategorien stellen Betriebe aus dem Anbaugebiet die komplette Bestenliste. „Der Jahrgang 2018 wird als einer der besten Jahrgänge der jüngeren Geschichte an der Mosel mit ihren Seitenflüssen Saar und Ruwer eingehen“, schreibt der Vinum-Verlag.

„Man ist mit den erzeugten Qualitäten den meisten anderen Anbaugebieten in Deutschland sogar im trockenen Bereich enteilt“, heißt es weiter. „Es sind unverwechselbare, große, trockene Lagenweine entstanden, die ihren deutschen und internationalen Rivalen das Wasser reichen können – und das noch zu teilweise äußerst moderaten Preisen“, konstatierte Christoph Dirksen, der hauptverantwortliche Verkoster des Weinguides für die Mosel. Das große Plus der Mosel sei die Unkopierbarkeit ihrer Weine. Viele Winzer arbeiteten daran, diese zu erhalten und nicht eine gefällige Internationalisierung des Weinstils anzustreben, lobt die Jury. Das Mosel-Kapitel im Weinführer überschreibt das Vinum-Team daher auch mit der Schlagzeile „Geschmacklich unkopierbar“.

Bei der Präsentation des Weinführers in den Räumen der Landesbank in Mainz wurden die erfolgreichen Winzerinnen und Winzer von Mosel und Saar geehrt. Der Sieger in der neuen Kategorie „Gutsriesling 2018“ ist der 2018 Riesling Schieferterrassen vom Weingut Heymann-Löwenstein in Winningen. Zudem gingen die Plätze 2 bis 7 an trockene Weine von Mosel und Saar – vor Spitzenweingütern aus Pfalz, Rheinhessen und Franken. Von der Terrassenmosel ist auch der beste trockene Literwein des Jahres in der Kategorie „Gut und günstig“, der 2018 Riesling Quarzit Schiefer trocken vom Weingut Reinhold Franzen in Bremm.

Der beste „Riesling feinherb 2018“ kommt von der Saar: 2018 Niedermenniger Herrenberg Spätlese Fass 21 vom Hofgut Falkenstein in Konz-Niedermennig. Der Betrieb sowie sieben weitere Weingüter von der Mosel stellen darüber hinaus in der Liste der zehn besten feinherben Weine Deutschlands acht weitere Rieslinge. Fast schon selbstverständlich, kommen auch die besten Weine der Kategorie „Riesling Kabinett“ im Vinum-Weinguide aus dem Weinanbaugebiet Mosel. Alle Top Ten dieser Kategorie sind von Mosel und Saar, gesiegt hat der 2018 Kanzemer Altenberg Kabinett (Versteigerungswein) von Günther Jauchs Weingut von Othegraven in Kanzem.

Die Bestenliste der Kategorie „Riesling Spätlese 2018“ ist ebenfalls komplett in der Hand der Weingüter der Region. Hier geht der erste Platz nach Traben-Trarbach an das Weingut Weiser-Künstler für die 2018 Enkircher Ellergrub Spätlese. Auch der erste Platz bei der reifen Spätlese „10 Jahre danach“ geht an die Saar, für die 2014 Saarburger Rausch Spätlese -04- (Versteigerungswein) vom Weingut Forstmeister Geltz-Zilliken in Saarburg. Bei den gereiften Spätlesen platzieren sich fünf weitere aus dem Gebiet untern den Top Ten.

Der Sieg in der Kategorie „Riesling Auslese“ geht ebenfalls an die Saar: Die Vinum-Weintester sehen die 2018er Scharzhofberger Riesling Auslese Goldkapsel (Versteigerungswein) von Egon Müller aus Wiltingen als die beste Auslese Deutschlands. Sieben weitere Auslesen aus dem Anbaugebiet Mosel sind in der Bestenliste vertreten.

100 Punkte vergab die Vinum-Jury schließlich für eine Trockenbeerenauslese von der Mosel: Die 2018 Zeltinger Sonnenuhr Riesling Trockenbeerenauslese* des Weingutes Selbach-Oster in Zeltingen ist der beste edelsüße Riesling des Jahrgangs 2018. Der Betrieb ist zudem mit einer weiteren Trockenbeerenauslese unter den Top Ten vertreten. Insgesamt stellt die Mosel sieben der zehn besten edelsüßen Weine Deutschlands im neuen Vinum-Weinguide.

Erich und Johannes Weber vom Falkensteiner Hof können sich zudem über die Auszeichnung "Weingut des Jahres im Anbaugebiet" im Vinum-Weinguide freuen. Aufsteiger des Jahres im Weinanbaugebiet Mosel ist für die Vinum-Jury das Weingut A.J. Adam in Neumagen-Dhron, als Entdeckung des Jahres sehen die Tester den jungen Winzer Julian Ludes in Thörnich.

© Moselwein e.V. 04.11.2019

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Die neue Gebietsweinkönigin für das Weinanbaugebiet Mosel heißt Marie Jostock.

Die 19-Jährige aus Köwerich im Kreis Trier-Saarburg wurde am 13. September nach einem spannenden Wahlabend in Bernkastel-Kues von ihrer Vorgängerin Laura Gerhardt gekrönt. Marie Jostock war seit 2018 Ortsweinkönigin von Köwerich, zuvor ein Jahr Ortsweinprinzessin. Im Oktober beginnt sie ein Studium bei der Landespolizei Rheinland-Pfalz.
Drei Mosel-Weinprinzessinnen werden gemeinsam mit Marie Jostock ein Jahr lang für den Moselwein werben: Bärbel Ellwanger aus Trier, Julia Gries aus Kobern-Gondorf und Julia Weis aus Zell.

© WS 16.09.2019

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