Kloster Maria Engelport, Treis-Karden

Das Kloster Maria Engelport liegt im landschaftlich reizvollen Flaumbachtal, ca. 9 km von Treis-Karden entfernt.

Das Kloster Maria Engelport im Flaumbachtal. Foto: Kurt Oblak
Urkundlich ist als Stifter um das Jahr 1220 ein Ritter Emelrikus von Monreal-Eltz bekannt, der um diese Zeit auch Vogt des nahen Moselortes Fankel gewesen sein muß. Sicher ist, daß Engelport einige Jahre durch das Zisterzienserinnenkloster Kumbd bei Simmern besiedelt war. Die Schwestern kehrten aber wegen unzureichender Lebensbedingungen wieder in ihr Mutterkloster zurück. Der verwahrloste Bau wurde 1260 durch den Edelherren Philipp von Wildenburg bei Treis wieder hergerichtet. Er und seine Gemahlin, Irmgard von Braunshorn, gelten als die eigentlichen Gründer von Engelport.

1262 ließen sie drei ihrer Töchter, unter ihnen Beatrix, die erste Priorin des Klosters, zusammen mit mehreren Dominikanerinnen hier eintreten. 1272 wandten diese sich dem Prämonstratenser-Orden zu und unterstellten sich dem Abt von Steinfeld in der Eifel. 1275 wurde Engelport der Aufsicht des Abtes von Sayn (Bendorf) übergeben.

Das Klostergebäude. Foto: Zender
Im 30-jährigen Krieg wurde das Kloster durch schwedische und französische Truppen zerstört, jedoch 1661 wieder aufgebaut. Vor den französischen Revolutionstruppen, die im Oktober 1794 in die Cochemer Gegend einrückten, flohen die letzteren Klosterfrauen. Das Kloster wurde unter der ausdrücklichen Bedingung versteigert, daß Kirche und Gebäude niedergerissen werden sollten. Maria Engelport wurde für ein Jahrhundert zur Ruine.
1903 erwarb die deutsche Ordensprovinz der "Hünfelder Oblaten" das einstige Klostergut und errichtete einen völligen Neubau, der zunächst Ausbildungsstätte wurde für Brüdermissionare in der damaligen deutschen Kolonie Südwest-Afrika, heutige Namibia.

Von 1919 bis 1968 war Engelport Klerikernoviziat und Sitz einer Volksmissionarsgruppe, seit 1974 dient es als Exerzitien- und Tagungshaus und erfuhr für diese Aufgabe 1997/98 eine gründliche Renovierung.

Es kann bis zu 70 Gäste aufnehmen und bietet Gelegenheit zu religiöser Besinnung und Glaubensvertiefung. An Sonn- und Feiertagen bietet Kloster Engelport vielen Menschen aus dem Hunsrück und der Eifel und von der Mosel an, einen der drei Gottesdienste mitzufeiern. Die große Zahl der Besucher zeigt, wie tief Engelport in der Bevölkerung verwurzelt ist. Das gilt auch vom Missionsfest, das alljährlich im August viele Gäste aus der ganzen Umgebung anzieht.

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